Häufig gestellte Fragen

Melden Sie sich möglichst frühzeitig, spätestens jedoch bis zur 25.Schwangerschaftswoche an, um ausreichend Zeit während der Schwangerschaft zu haben, damit wir Sie und Ihr Baby, und Sie uns als Hebammenteam, kennenlernen können. Ein gutes Vertrauensverhältnis zwischen Hebammen und werdenden Eltern begünstigt den Verlauf der Schwangerschaft und beeinflussen die Geburt positiv.

Wir sind über hebammeninfo@geburtshaus-bergstrasse.de erreichbar.

Alle Leistungen, die von uns Hebammen im Rahmen der Hebammengebührenverordnung, in der Schwangerschaft, unter der Geburt und im Wochenbett erbracht werden, zahlen die gesetzlichen Krankenkassen. Private Kassen oder manche Beihilfestellen erstatten nicht alle Leistungen. Bitte erkundigen Sie sich diesbezüglich frühzeitig bei Ihrer Kasse.

Wenn Sie Ihr Kind in unserem Geburtshaus zur Welt bringen möchten, fällt für täglich 24 Stunden Rufbereitschaft durch zwei Hebammen, angefangen drei Wochen vor, bis zwei Wochen nach dem Entbindungstermin, eine Bereitschaftspauschale an.

Einige Krankenkasse übernehmen diese Rufbereitschaftspauschale anteilig, erkundigen Sie sich dazu vorab bei Ihrer Krankenkasse.

Nein!

Die Hebamme ist die Fachfrau für die normale Geburt. Nach dem Hebammengesetz gibt es bei komplikationslosen Geburten keine Hinzuziehungspflicht eines Arztes, im Gegensatz dazu muss ein Arzt zu einer Geburt immer eine Hebamme hinzurufen. Im Geburtshaus Bergstraße bitten wir, wenn die Geburt kurz bevor steht, die zweite rufbereite Hebamme zur Unterstützung hinzu.

Treten im Verlauf einer Geburt Unregelmäßigkeiten auf, die einen klinischen Hintergrund nötig machen, verlegen wir Sie zur weiteren Behandlung und Überwachung, in die Klinik Ihrer Wahl oder im dringenden Fall in die nächste geburtshilfliche Klinik, nach Heppenheim. Nach einer ausführlichen Übergabe an die diensthabende Hebamme, übernimmt das dortige geburtshilfliche Team dann die weitere Verantwortung und Begleitung.

Damit auch Sie gut vorbereitet sind, werden wir bereits in der Schwangerschaft in einem ausführlichen Gespräch zur Wahl des Geburtsortes verschiedene Gründe für eine eventuell notwendige Verlegung mit Ihnen besprechen.

Eine Geburt im Geburtshaus ist nur dann möglich, wenn die Schwangerschaft problemlos und eine komplikationslose Geburt zu erwarten ist.

Die Vorsorgeuntersuchungen nach den Mutterschaftsrichtlinien (außer Ultraschall) werden wir regelmäßig im Geburtshaus Bergstraße durchführen, sie sind Voraussetzung für eine Geburt im Geburtshaus. Melden Sie sich bitte frühzeitig in der Schwangerschaft, nur so haben wir als Hebammenteam ausreichend Zeit, Sie und Ihr Baby kennenzulernen und ein gutes Vertrauensverhältnis als Basis für eine gute Geburt zu schaffen. Bei Auffälligkeiten überweisen wir Sie zu Ihrem Frauenarzt.

Um für Mutter und Kind die größtmögliche Sicherheit zu gewährleisten, orientieren wir uns an medizinisch begründeten Kriterien, die eine Geburt in einem Geburtshaus ausschließen. Durch diese Risikoabwägung minimiert sich die Wahrscheinlichkeit eines Notfalls auf ein absolutes Minimum (siehe quag.de Qualitätsbericht 2019).

Medizinisch begründete Kriterien bzw.  Ausschlusskriterien sind unter anderem:

  • Blasensprung oder Geburt vor der 37+0 SSW
  • Beckenendlage oder Querlage des Baby`s
  • insulinpflichtiger Diabetes
  • Mehrlingsschwangerschaft

Machen Sie gern einen Termin mit uns aus, falls Sie sich unsicher sind, ob Sie im Geburtshaus entbinden dürfen.

Im Geburtshaus sind alle für den Ernstfall notwendigen Medikamente und Geräte vorhanden. Als Hebammenteam nehmen wir regelmäßig an Notfallschulungen teil.

Nein!

Wenn Sie während der Geburt eine PDA wünschen, verlegen wir Sie je nach Dringlichkeit in die nächste geburtshilfliche Klinik, nach Heppenheim oder die Wunschklinik Ihrer Wahl. Meistens erübrigt sich jedoch die Frage nach einer PDA bei einer außerklinischen Geburt, weil viel weniger Störfaktoren vorhanden sind. Dadurch sind Sie entspannter und benötigen weniger Schmerzmittel.

Ab drei Wochen vor und bis zwei Wochen nach Ihrem Geburtstermin sind immer zwei Hebammen aus dem Team gleichzeitig im Rufdienst für Sie bereit. Einerseits gewährleisten wir somit, auch wenn sich mal zwei Kinder gleichzeitig auf den Weg machen, eine Ein-zu-Eins-Betreuung. Anderseits können wir die  zweite rufbereite Kollegin als Unterstützung hinzubitten.

Nein!

Wir sind ganzjährig für Sie mit unserem Kursangebot, der Hebammensprechstunde für Vorsorgen und Fragen in der Schwangerschaft und der Wochenbettambulanz da.

Da sich Kinder nicht an Schließzeiten halten, sind wir selbstverständlich auch für Geburten jeden Tag einsatzbereit!

In der Regel bleiben Sie ca. 4 Stunden nach der Geburt im Geburtshaus, ähnlich wie bei einer ambulanten Geburt in der Klinik.

Sie und Ihr Baby haben Zeit sich von der Geburt zu erholen, kennenzulernen und es das erste Mal zu Stillen. Wir achten unter anderem darauf, dass sich Ihre Gebärmutter gut zurückbildet und Ihr Kreislauf für die Heimreise stabil ist, sich Ihr Baby gut an die neue Welt anpasst und führen die erste Vorsorgeuntersuchung (U1) durch.

Durch eine gewissenhafte Risikoabwägung bereits in der Schwangerschaft, minimieren wir die Wahrscheinlichkeit eines Notfalls unter der Geburt auf ein absolutes Minimum (siehe quag.de Qualitätsbericht 2019).

 

Insgesamt wurden 2019 in Deutschland nur 15,6% aller außerklinischen Geburten in die Klinik verlegt, 94% davon in Ruhe, 6% in Eile. Das heißt, 84 von 100 Frauen mit dem Wunsch haben ihr Kind tatsächlich außerklinisch (zu Hause oder im Geburtshaus) geboren.

Der häufigste Grund einer Verlegung in die Klinik war 2019 der Geburtsstillstand (54,9%), gefolgt vom Wunsch der Gebärenden (10,8%) z.B. zur erweiterten Schmerzmittelgabe mit Opiaten oder PDA, schlechten kindlichen Herztönen (10,8%) und dem vorzeitigen Blasensprung mit mangelnder Wehentätigkeit (6,5%).

Bei 87,6% der verlegten Gebärenden ereignete sich die Geburt innerhalb einer Stunde nach Verlegung in der Klinik.

32,9% der verlegten Frauen unter Geburt benötigten einen Kaiserschnitt. D.h. nur 5,1% aller Frauen, die außerklinisch die Geburten begonnen haben.

Selbstverständlich können Sie unser Kursangebot vor und nach der Geburt sowie unsere Begleitung in der Schwangerschaft auch unabhängig von einer Geburt im Geburtshaus in Anspruch nehmen. Melden Sie sich dazu gern per E-Mail über hebammeninfo@geburtshaus-bergstrasse.de bei uns.